Reto Baumgartner und sein Werkstattbericht: Social Media als Kommunikationsinstrument – ein Einblick in die Unternehmenswelt

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Diesen Werkstattbericht teilt Reto Baumgartner, Inhaber von MySign. Reto kenne ich als sehr erfahrenen Social Media Stratege und vorallem auch Umsetzer. Mit seiner Agentur haben sie schon etlichen Firmen in der Schweiz beim Social Media Start beigestanden und Kampagnen entwickelt. Hier ist seine Präsentation. Für mich die wichtigste Essenz aus seiner guten Präsi mit vielen Einblicken in reale Social Media Kommunikation.

„Menschliches zeigen“

 

Reto startet mit der Frage, ist Social Media ein Hype. Klare Antwort nein. Ein Unternehmen ist heute ein eigenes Medium (niemand filtert). Die Konsumenten können auch untereinander frei kommunizieren. Jeder ist sein eigenes Medium. Er strukturiert Social Media in Glaubwürdigkeit und Kontrolle.
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Und nun taucht er schon in konkrete Plattformen ein und zeigt Kununu, wo Firmen von Mitarbeitern oder ehemalige Mitarbeitern bewertet werden. Ergänzung von mir: Kununu gehört seit einiger Zeit zur Plattform XING. Reto empfiehlt bei einem negativen Eintrag eine Stellungnahme zu schreiben. Kununu ist sehr hoch gewichtet innerhalb von google. Wenn also ein Bewerber nach der Firma MySign sucht, erhält er via google auf Platz 2 die Einträge in Kununu. Reto sieht dies als Chance.

Wie geht man nun vor?

Viele Kunden kommen, die sagen, wir wollen auch auf Facebook oder auch einen Blog starten. Diese Zeit ist vorbei. Einfach ausprobieren geht nicht mehr. Es braucht eine gute Strategie. Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden, was ist das Ziel, Chancen und Gefahren etc. Konkrete Ziele. Dazu zeigt er ein paar Beispiele (Seite 14, im Handout)

Es braucht Guidelines

die Sicherheit schaffen bei den Mitarbeitern, was dürfen oder sollen sie gerne tun.

Privat und Geschäft

vermischt sich. Das ist ganz normal sagt Reto. Heute Abend werden auch irgendwann private Themen besprochen und das ist das spannende im Umgang miteinander. So schafft man emotionale Nähe. Sein Tipp:
„Veröffentlichen Sie nur Inhalte, zu denen Sie stehen können“

Business Nutzen

  • Zuhören was andere können, suchen und haben
  • zeigen, was man kann, weiss oder hat
  • Das Netzwerk pflegen und ausbauen
 Es kann auch mal sein, dass 20 Jahre lang eine Vernetzung nichts nützt. Schönes Beispiel von Reto und Reto (Baumgartner und Steiner gingen zusammen zur Schule und sind auf XING verbunden, sehen sich heute nach 20 Jahren das erstemal wieder real) Sehr schön.

Branding

Wir für uns nutzen nur Twitter, Facebook, Youtube, keine Medienmitteilungen. Reto zeigt einen Eintrag aus der MySign Facebook Seite, einer der nicht gut funktioniert (Eigenwerbung) einer der schon viel besser funktioniert (ein Fachartikel ca 1600 erreichte Personen) aber wenn wir mit unserer Firma mit 40 Leuten Yoga praktizieren interessiert das 4730 erreichte Personen. Das bringt keinen Neukunden, aber es schafft emotionale Nähe. Auch die interne Botschaft ist riesig (Beispiel: Chefs übernehmen Telefonsupport)

Beispiel: Dieser Post erreichte 5700 Leute (natürlich wollte Reto ursprünglich über die Schmierereien meckern, der Post war definitv besser.

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 Produktverbesserung

Durch  öffentliche Bewertungen, bspw. Holidaycheck.de oder tripadvior entsteht unheimlicher Druck auf die Hoteliers, sich zu verbessern. Diese Transparenz führt schlussendlich zur besseren Qualität. Das kann man auch proaktiv durch Umfragen anregen. Zum Beispiel den Namen für ein Restaurant haben sie in ein paar Stunden gefunden (Preis war 1000.–) Der Name war übrigens „pure“.

Employer Branding

Was ist das wichtigste bei der Kommunikation von MySign? Wir wollen uns als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, erzählt Reto. Wir haben ca. 100 Videos auf Youtube über Events, Interviews, die ein gutes Bild von der Firma geben. Bewerber wissen vorm Gespräch fast mehr als wir selber. Schönes Beispiel, der Abschied von Renato Mitra (übrigens der Apple-Blogger der Schweiz apfelblog.ch) Spannend scheint mir eine Erkenntis aus Retos Worten „eine immer wieder nicht planbare Aktion, die im Alltag entsteht – einfach deshalb weil man daran denkt, das Alltägliche zu teilen“ Das ist meine ganz persönliche Interprätation.

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In der Agentur schalten sie keine Werbung, wenn sie einen Lehrling suchen. Das funktioniert bestens über Social Media.

PR 2.0

Das Beispiel von Reto. Er kommentierte via Twitter einen Beitrag aus dem Blick am Abend mit einem Tipp. Am Tag danach wurde ein Beitrag im Blick am Abend veröffentlicht.

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Abschliessend kommt er noch auf Schwächen von Social Media. Der Kontrollverlust, den es natürlich auch gibt.

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Reto zeigt noch Beispiele, wo Social Media schief ging. Ich hab mal einige Beispiele hier verlinkt.

Es ist nicht die Frage, ob sondern wann man Social Media als Unternehmen betreiben soll.

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