Schlussworte von Dr. Bernhard Pulver

image_pdfimage_print

Jetzt hab ich doch glatt den Start von Dr. Pulver, Erziehungsdirektor (Regierungsrat) im Kanton Bern, verpasst. Verzeiht mir. Ich hatte soviel Adrenalin vom Liveblogging, dass ich unbedingt etwas essen musste. Jemanden in der Küche eine Banane abschnurren ging nicht lang.

Deshalb nehme ich ein Zitat von Matthias auf, das er netterweise getwittert hat (und mir den Anschluss gibt) Danke.

Dr. Pulver erzählt von Medien, die nur einseitig berichten. Er findet es schön, wenn auch ein Statt die neuen Möglichkeiten nutzt. Wie bspw. in Bern. Tipp: Ich führe in Twitter eine Liste mit Politikern, die Twitter nutzen. Sorry, ich interessiere mich für D und CH 😉

 

Dr. Bernhard PulverDie Mehrung der Infokanäle ist eine spannende Sache, wir „Älteren“ müssen einfach lernen damit umzugehen. In Tripadvicer schreib ich bspw. nicht, aber ich nutze es und lese. Ich möchte nicht, dass alle sehen, was ich über ein Hotel sage, dies kann in manchen Funktionen sogar heikel sein.

Aber wir sind auch gezwungen, gewisse Dinge zu überdenken. Er bezieht sich auf Philippe, der die Frage aufwirft, dürfen Handies für die Prüfung zugelassen werden. Die Veränderung, ob Schüler Experten sind auf manchen Gebieten ist für uns sehr spannend. … Die Lust am spielerischen Lernen ist zum Beispiel ein grosses Potenzial.

Für heute eine spannende Erkenntis nennt Dr. Pulver. Der Stil, wie sich Unternehmen (wie google) auch hinterfragen lassen, bieten auch grosse Chancen. Aber für uns ist wichtig, die Risiken auch offen zu diskutieren. Man kann nicht lernen als Schule mit dem Thema Drogen umzugehen, wenn man es nur verteufelt. Die Realität ist, es ist einfach da. Hier ist unsere Hauptaufgabe, lernen mit den Medien umzugehen.

Fälle aus der Praxis, der die Risiken auch beschreibt:

Im Unterricht hat ein Kollege eine einfache Errechnung mit den Schülern gemacht. Die Einstellung in Facebook:
Wer kann deine Inhalte Lesen: Freunde von Freunden (das bedeutet bei 300 Freunden, können das 90’000 Leute lesen). Weiteres Risiko, das zu beobachten ist, dass die Schüler nach dem Sport mit Badkleidung duschen (aus Angst vor Mobbing).
Er berichtet auch von einem Gruppenchat, in dem Schüler über Lehrer gelästert haben. Lehrer hatten volle Einsicht in diesen Chat.

 

Lehrplan 21 sieht vor

Medien und Informatik. Gut, dass diese so heisst.

a) Es geht nämlich um Medienkompetenz (wie sind diese Medien im einzelnen einzuschätzen) Zum Beispiel „Die Schüler lernen das Gerät ein- und auszuschalten“. Dafür wurden wir hochgenommen. Aber es gibt mehr darüber zu wissen, als nur der Knopf, wie „Kann ich noch geortet werden, wenn das Gerät aus ist“.

b) Informatik ist nicht nur Word und Excel. Sondern das Wissen, was ist hinter den Geräten, technisch und auch Programmierwissen. Schüler die in Mathematik nicht gut sind, können sehr wohl in Informatik gut sein. Informatik ist heute eine wichtige Kompetenz (zu wissen, wie Computer funktionieren, nicht die Anwendungsprogramme)

Dr. Pulver sagt, ihm ist es wichtig, alle SchulleiterInnen jährlich zu treffen, um eine gemeinsame Führungskultur zu entwickeln.

„Ich stehe hinter dieser Autonomie … dass sie in den Schulen diese Kultur frei umsetzen. Nicht jede Schule funktioniert nach dem gleichen Konzept.“

Ein sehr aktiver Vortrag, von dem ich den fachlichen Teil ein bisschen verloren hab. Das lass ich jetzt mal weg, vielleicht ist das auch nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Mein persönliches Fazit, seiner Worte. Es gibt Leute, da weiss man nach ein paar Sätzen, warum sie an einer bestimmten Position gelandet sind. Bei Herrn Dr. Pulver ist das so. Er ist ein sympathischer Mensch, mit Rückrat und sinnvollen Ansichten. Er kann Leute motivieren.

 

Nachtrag: 14.11.2014. Am Abend hab ich Herrn Pulver noch auf 2 Minuten sprechen können und möchte euch das nicht vorenthalten.

 

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.